Korbflechten auf Madeira

Schon lange nehmen Korbflechtarbeiten einen Teil im Alltagsleben Madeiras ein.

Die Produkte werden ebenso zum alltäglichen Gebrauch wie als hübsche Dekorationsstücke gefertigt.

Die maschinelle Verarbeitung begann 1850 in Camacha, wo heute noch das Zentrum der Korbflechterei ist. In einer offenen Werkstatt kann man den Flechtern bei der Arbeit zuschauen.

Vieles wird aber  - von Frauen und Männern - in Heimarbeit hergestellt.

Dank des Wasserreichtumes auf der Insel wächst die Weide praktisch überall. Die Ruten werden geschnitten, geschält und getrocknet. Nach einer besonderen Behandlung werden sie zum biegsamen Material aus dem dann Möbel, Haushaltswaren und vor allem Körbe - in jeder Art - hergestellt werden...

Im großen und ganzen teilt sich die Produktpalette in drei Gruppen:

in die der dekorativen Kleinteile, wie Blumenkörbchen und Tischdekorationen, in die der nützlichen Gebrauchsgegenstände, wie Koffer und Truhen und in die der Möbelherstellung. Aus Weidengeflecht werden Sessel, Tische, Wiegen und Betten gemacht..

                       

Die Flechter legen in diese Arbeiten ihr ganzes handwerkliches und kreativ-künstlerisches Können, mit viel Phantasie verzieren Sie Ihre Werke auch ornamental.

Viel wird exportiert, vornehmlich in die USA, nach Kanada, Süd-Afrika aber auch nach Europa.

Allerdings beträgt der Anteil am Gesamtexport (2005) nur noch 1%. Eine starke Konkurrenz der hochwertigen madeirensischen Arbeiten stellen die Billigexporte aus den asiatischen Ländern dar - auf Madeira selbst versucht man durch gezielte wirtschaftliche Förderung auch hier konkurrenzfähig zu bleiben.

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